Grüß Gott...

...und herzlich willkommen auf der Homepage unserer Kirchengemeinde Zum Guten Hirten Oberhaching. 

Brief zum Palmsonntag

Liebe Gemeinde!

Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche. Die Woche, in der wir die Tage mitgehen, die Jesus mit seinen Jüngern und Jüngerinnen in Jerusalem verbracht hat.
An Palmsonntag erinnern wir uns daran, wie Jesus in Jerusalem empfangen wurde: die Menschen hatten ihn sehnlichst erwartet, sie begrüßten ihn begeistert, sie winkten mit Palmzweigen – wie bei der Begrüßung eines Königs. Doch Jesus ritt auf einem Esel – deutlich hat er gezeigt: meine Botschaft ist keine Botschaft von Macht – sie ist eine Botschaft der Liebe.
In der darauffolgenden Zeit traf Jesus in Jerusalem viele Menschen. Viele waren dorthin zum Passafest gekommen – die ganze Stadt war voll.
Der Predigttext für diesen Sontag erzählt von einer ganz besonderen Begegnung. Die Geschichte steht im Markusevangelium, im 14. Kapitel:

Und als er in Betanien war im Hause Simons des Aussätzigen und saß zu Tisch, da kam eine Frau, die hatte ein Glas mit unverfälschtem und kostbaren Nardenöl, und sie zerbrach das Glas und goss es auf sein Haupt. Da wurden einige unwillig und sprachen untereinander: Was soll diese Vergeudung des Salböls?
Man hätte dieses Öl für mehr als 300 Silbergroschen verkaufen können und das Geld den Armen geben. Und sie fuhren sie an.
Jesus aber sprach: “Lasst sie in Frieden! Was betrübt ihr sie? Sie hat ein gutes Werk an mir getan. Denn ihr habt allezeit Arme bei euch und wenn ihr wollt, könnt ihr ihnen Gutes tun; mich aber habt ihr nicht allezeit.
Sie hat getan, was sie konnte; sie hat meinen Leib im Voraus gesalbt für mein Begräbnis. Wahrlich, ich sage euch: Wo das Evangelium gepredigt wird in aller Welt, da wird man auch das sagen zu ihrem Gedächtnis, was sie jetzt getan hat.“
Diese Geschichte ist eine ganz besondere Geschichte. Denn sie erzählt nicht von einem Jesus, der Liebe gibt, sondern von einem Jesus, der Liebe braucht.
Jesus ist der Einzige, der in diesen Tagen weiß: ihm steht Schlimmes bevor. Er deutet das seinen Freunden zwar immer wieder an, aber sie verstehen es nicht – wie sollen sie auch.
Jesus fühlt sich allein – das wird in dieser Geschichte deutlich.

Passionsandachten 2020

Seit dem 4. Jahrhundert n.Chr. sind den verschiedenen Tagen der Karwoche verschiedene biblische Inhalte zugeordnet. Wir laden Sie ein, wie viele Christinnen und Christen vor uns diesen Weg durch die Karwoche zu gehen. Sie können dies zu Hause mit Ihrer Familie tun oder alleine – oder vielleicht auch am Telefon zusammen mit anderen.

Hier hat Pfarrer Karsten Schaller für Sie eine Hausandacht zusammengestellt.

Vorspruch aus Lukas 9:
Sie gingen die Straße, die von Galiläa nach Jerusalem führt, Jesus und seine Freunde. Da nahm er die Zwölf beiseite und sprach: „Seht, wir gehen nach Jerusalem. Dort wird der Sohn des Menschen den Priestern und Schriftgelehrten übergeben werden. Sie werden ihn anspeien, geißeln und töten. Nach drei Tagen aber wird er auferstehen.

Gebet
Gott,
in Jesus Christus bist du den Weg durch alles Leiden gegangen.
Auch wir wollen ihn jetzt auf diesem Weg begleiten.
Wir bitten dich: Gib uns offene Augen, offene Ohren und ein offenes Herz,
dass wir in dem Weg, den Jesus gegangen ist,
deine Liebe erkennen und in ihr leben. Amen.

Unsere Kirche ist offen: Evangelium mit Figuren nachgestellt

Mit Palmsonntag und dem Beginn der Karwoche und an Ostern wird die Passionsgeschichte in unserer Kirche mit Egli-Figuren nachgestellt. Jeden Tag wir eine neue Station der Passionsgeschichte zu sehen sein, etwa der Einzug Jesu in Jerusalem, die Tage in Jerusalem, an denen Jesus viele Menschen traf, das Mahl Jesu mit seinen Jüngern, Jesus in Gethsemane, Karfreitag und Ostern.

Neue Videos ab Karfreitag und Ostern

Mit Hilfe von Stefan Gienger wurden zwei Videos aufgenommen: eines zu Karfreitag mit Texten und Musik in der Kirche und einen ökumenischen Ostergruß aus dem Pfarrgarten. Diese Videos werden ab Karfreitag und Ostern über unsere Homepage zu sehen sein.

 

Unser Altarkreuz

Von Karsten Schaller

Kein Ostern ohne Karfreitag und kein Karfreitag ohne Ostern. Gott, der für uns den Tod besiegt hat, ist auch der Gott, der für seine Liebe zu uns seinen Kopf hingehalten hat. Und Gott, der durch sein eigenes Leiden uns in unserem Leid ganz nahe ist, ist auch der, der das Leiden besiegen wird. Beide Seiten – die hohe und die tiefe Seite Gottes – gehören für uns Christen zusammen. Davon erzählt auch das Kreuz in der Kirche Zum Guten Hirten. Es ist der Auferstandene, der doch leidend am Kreuz hängt, während die Dornenkrone, wenn man genau hinschaut, in eine Königskrone übergeht, und das ganze Kreuz vom Glanz der Auferstehung umgeben ist. Es ist für mich ein „Kreuz für alle Fälle“ geworden, weil es sowohl tröstet, als auch befreit, zum Jubeln einlädt, aber auch nachdenklich macht. Es ist ein Kreuz, das für mein eigenes Leben mit seinen oft gegensätzlichen Facetten steht, und das mir vor Augen hält: „Du, Gott, kennst das alles auch. Du bist mir in allem nahe. Du gibst mir das, was ich gerade brauche, damit ich leben kann.“

Konfirmandenkurs

Anmeldung für den Konfirmandenjahrgang 2020/2021 bis zum 27. April 2020
In der Kirche ist man schon mit 14 Erwachsen. Die Konfirmation ist der kirchliche Führerschein, der Konfirmandenunterricht sind die Fahrstunden. Acht Monate dauert die Ausbildung, man trifft sich einmal pro Woche im Gemeindehaus zur Theorie, sonntags in der Kirche wird die Praxis geübt. Jugendliche, die in diesem Jahr oder bis zum Sommer des kommenden Jahres 14 Jahre alt werden, können sich zum Unterricht anmelden. Übrigens: Getauft sein muss man nicht. Die Konfirmation – die feierliche Segenshandlung – findet am Wochenende 8./9. Mai 2021 statt. Die Konfirmanden teilen sich auf drei Gottesdienste auf.

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